Hubhebelbrücke für Trafotransport Slider

Hubhebelbrücke für Trafotransport

06.11.2018 | Unter Einbezug der Bau-Trans-Montagelogistik und –Transportdienstleistungen sowie der ITB (Internationale Tieflader-Bahntransporte) wurde Ende Oktober ein 150 Tonnen schwerer Transformator übersiedelt. Die Route führte von Bassecourt (CH) nach Bickingen im Berner Raum. Die Besonderheit des Transportes lag in der Adaption der eingesetzten Hubhebelbrücke als Transportvorrichtung.

Ausgangsort für die Premiere des Trafotransportes mittels Hubhebelbrücke war das Umspannwerk Bassecourt in der französischen Schweiz. Dort wurde der Trafo mit einer Länge von neun Metern in die Durchladeträger eines zwölfachsigen Tieflader-Bahnwaggons des Felbermayr-Bereiches ITB eingehängt. Es folgte eine rund 120 Kilometer lange Schienenfahrt nach Bern. Dort wurde der Spannungswandler mit einem Gewicht von 150 Tonnen mittels Mobilkran vom Waggon übernommen und in die Durchladeträger der Hubehebelbrücke eingehängt.

Kosteneffizienter Transport

Dazu Projektleiter Ingo Müller von der Bau-Trans: „Um den Transport möglichst kosteneffizient durchführen zu können haben wir die Haltevorrichtung für die Träger einer Kesselbrücke so adaptiert, dass sie beim Hubhebel oben eingehängt werden konnten“. Dadurch sei es laut Müller möglich gewesen den Trafo während der Lastfahrt anzuheben und abzusenken. Somit konnte beispielsweise bei Kurvenfahrten der Trafo über Leitschienen hinweg transportiert werden.

Als Zug- und Schubmaschinen kamen zwei Mercedes Actros mit jeweils mehr als 600 PS zum Einsatz. Die mehrstündige Lastfahrt von etwa zwanzig Kilometern wurde von zahlreichen verkehrslenkenden Maßnahmen begleitet. Unter anderem mussten Signalanlagen entfernt werden, und zur Überwindung von Hindernissen wurde die Last auch mehrfach angehoben.

Nach der Ankunft in Bickingen wurde die Last noch einmal mittels der Hubhebel angehoben. „Das ermöglichte es uns die Fahrrollen zur finalen Fundamentstellung unter dem Trafo zu befestigen“, sagt Müller und stellt fest, dass der Erfolg des Projektes zu einem großen Teil der guten Zusammenarbeit der Felbermayr-Bereiche, unter der Koordination des Felbermayr-Standortes Mägenwil in der Schweiz, zu verdanken sei.

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